Schulvorplätze in Wien – eine kritische Auseinandersetzung mit der Analyse der Stadt Wien.

SchulvorPlatz in einer verkehrsberuhigten Wohnstraße.

Die Stadt Wien hat Anfang Februar 2026 eine Studie zur Analyse von Schulvorplätzen an allen 316 Wiener Volksschulen veröffentlicht. Dabei wurde ein Vergleich mit Erhebungen zu Schulvorplätzen von 2021/22 mit jenen aus 2024/25 angestellt.

Das Fazit der Stadt Wien: 

“Der Vergleich mit der Erhebung aus dem Jahr 2021/2022 zeigt in nahezu allen untersuchten Kriterien Verbesserungen. Das zeigt deutlich die Bemühungen der Stadt Wien, Schulumfelder stetig qualitativ zu verbessern. 

Unsere Urenkelkinder können sich freuen!

Dazu muss mensch wissen: Schulvorplätze können ganz unterschiedlich aussehen. Viele Schulvorplätze in Wien sind nicht mehr als ein Gehsteig, der zur Schule führt. Vor dem Schultor und zur Abgrenzung zur Fahrbahn befindet sich ein der Zaun – in der Fachsprache: “Prellgitter” – damit die Kinder bei Unterrichtsende nicht aus der Schule hinaus auf die Straße stürzen. Unsere Forderung entspricht einer großen, sicheren und angenehmen Fläche vor der Schule, etwa einer Straße, die vom Auto-Verkehr befreit ist.

Im Bericht werden fünf verschiedene Typen von Schulvorplätzen unterschieden:

  • Jene die nur einen Gehsteig (inklusive Prellgitter) haben – das sind Stand 2024/25: 114
  • Jene mit längerem Zugang (bspw durch den Schulgarten, ums Schulgebäude herum): 45
  • jene mit einer platzartigen Situation vor dem Eingang: 49
  • jene an einer Ecksituation: 11
  • jene im Verbund-  also speziell mit mehr Platz: 97
    • hier wollen wir genau unterscheiden: vor der Schule mit Parkanschluss34 (wunderbar! zb. VS Schulgasse in 1180 Wien)
    • mit Auto-freiem Straßenraum (temporär als Schulstraße oder permanent) – 39,
    • mit Auto-freier Hofsituation – 13,
    • mit einem Vorfeld vor der Schule – 11.
Quelle: Stadt Wien, Rosinak & Partner 2026: Analyse Schulvorplätze in Wien.

97 Schulen – von 316 – weisen also einen “halbwegs” sicheren und angenehmen Schulvorplatz auf. Alle anderen Schulen (219) können damit nicht aufwarten – haben diesen multifunktionalen “Freiraum” leider nicht. 

 
Darum forderten wir gemeinsam mit Platz für Wien 2020:
350 Schulen (inklusive VS, MS, AHS) sollen einen autofreien Schulvorplatz bis 2030 haben! Alleine auf Volksschulen bezogen wären das mindestens 175 Autofreie Schulvorplätze vor Volksschulen bis 2030


Unser Kritikpunkt 1:

2025 gibt es – laut Analyse – 97 autofreie Schulvorplätze – (alle Schulen aus der 5.Kategorie). 

Das ist zwar eine Steigerung um 20% zu 2021, bedeutet aber: nicht einmal ein Drittel aller Volksschulen haben Autofreie Schulvorplätze! 219 Schulen fehlen noch, 21 Schulvorplätze wurden in fünf Jahren umgestaltet, also vier pro Jahr. 219 durch 4 = 55. Das heißt:

In diesem Tempo dauert es 55 Jahre, bis alle Volksschulen Wiens einen sicheren, autofreien Schulvorplatz haben.

Von unserer Forderung nach 175 Autofreien Schulvorplätzen vor Volksschulen bis 2030 leider weit entfernt.

Kritikpunkt 2:

21 Schulen wurden umgebaut (zwischen 2021-2025) – 8 Schulen haben sich – trotz Umbaus – nicht verbessert und werden auch nicht nach Schulnote 1 beurteilt.
Wir fragen uns: Nach welchen Kriterien werden Schulen umgebaut? Warum gibt es keinen – “Da wollen wir hin-Plan” der Stadt Wien inkl. Verschlechterungsverbot, der bei jedem Umbau angewandt wird?

Quelle: Stadt Wien / Rosinak & Partner 2026: Analyse zu Schulvorplätzen

Kritikpunkt 3: 

Schulen mit Anbindung an kinderfreundliche Radinfrastruktur:
Hier gab es + 7%-Punkte mehr in 4 Jahren (von 22% auf 29%) – also 7 Volksschulen / Jahr an kinderfreundliche Radinfrastruktur angeschlossen. Wenn die Stadt Wien weiterhin nur 7 Volksschulen pro Jahr ans sichere Radverkehrsnetz anbindet, dauert das mit der jetzt fehlenden Anzahl von 223 Schulen noch 32 Jahre! Auch das finden wir zu lange.


Kritikpunkt 4:

Die durchschnittliche Fläche pro Kind und Schulvorplatz ist im Schnitt von 2021 bis 2025 geringfügig gesunken, weil knapp 10.000 Kinder mehr in Wiens Volksschulen sind, als noch vor 5 Jahren. Die durchschnittliche Fläche eines Vorplatzes ist im Vergleich dazu um 20% gestiegen – weil mehr Schulen gebaut wurden. 

Neue Schulen werden vorbildlicherweise gleich mit großer Vorplatzfläche gebaut. Diese entstehen aber meist dort, wo es sowieso genug Platz gibt (in Stadtentwicklungsgebieten). Nur sehr wenige Schulen in der dicht bebauten Stadt profitierten also von einem Flächengewinn auf ihren Schulvorplätzen. Dort ist es aber genau deswegen sogar besonders notwendig, Kindern sichere, autofreie Plätze zum Spielen und Verweilen freizuräumen!
Denn an der steigenden Anzahl der Schüler:innen zeigt sich, dass es Bedarfe gibt, weitere Vorplätze autofrei zu schaffen, damit dieser Raum vielen Kindern täglich zu Gute kommt, anstatt wenigen Autos ab und zu. 

VCÖ Umfrage zum GEHEN

Wie zufrieden ist die Bevölkerung mit den Bedingungen zum zu Fuß gehen in ihrem Wohnort? Aus welchen Gründen werden kürzere Strecken nicht zu Fuß gegangen? Und welche Maßnahmen und Verbesserungen werden von Fußgängerinnen und Fußgängern gewünscht? Diese und weitere Fragen erhebt der VCÖ derzeit in einer Online-Umfrage:

www.vcoe.at/gehen

Wir unterstützen das – seid so gut und nehmt an der Umfrage teil. Und sagt es weiter! Danke.

Memorial Ride mit Radeln for Future

Gemeinsam mit Radeln for Future besuchten wir beim Memorial Ride auch Stellen in Wien, wo wir „Schuhe der Erinnerung“ aufgestellt hatten, für getötete Fußgänger:innen.
Drei Orte von Unfallstellen von Fußgänger:innen und einige weitere von getöteten Radfahrenden fuhren wir ab und gedachten dort der Opfer.
Vision Zero – als Ziel der Stadt Wien – also Null getötete Verkehrsteilneher – braucht: Temporeduktion in der Stadt,
eine hochwertige Infrastruktur,
verpflichtende Abbiegeassistenten bei LKWs und
konsequente Kontrollen.

Ein kleines Video ist daraus entstanden (Danke an Christoph Schwarz)

Geht-Doch am 1. Österreichischen Fußverkehrsgipfel in Graz

Der 1. Österreichische Fußverkehrsgipfel ist von 23.-24. September 2025 in Graz über die Bühne gegangen. Wir kommen mit vielen neuen Ideen, Eindrücken und Wissen, dass den Fußverkehr in Österreich stärken kann, zurück!

Key Message: „Fußgehräume sind Lebensräume!“

Der Verein Geht-Doch hat am Fußverkehrsgipfel mit viel Enthusiasmus zwei Präsentationen abgehalten – eine davon gemeinsam mit der Radlobby.


1) Am Tag 2 in Session 3.4.: „Gehkultur gestalten – Initiativen fürs Zu-Fuß-Gehen“ präsentierten Hanna Schwarz und Sophie Thiel den Vortrag mit dem Titel „Geht-Doch: Durch Tactical Urbanism zu klima- und menschengerechteren Straßenräumen„. Dabei zeigten und diskutierten wir unsere langjährige Expertise zum derzeit extrem aktuellen Thema Tactical Urbanism!

Tactical Urbanism ist ein Ansatz für kostengünstige und kurzfristig umsetzbare Interventionen im öffentlichen Raum! Diese meist temporären Interventionen stoßen langjährige und großflächig skalierbare Veränderungen an!

Die von uns prästentierten Aktionsformate und Interventionsideen wie #wohnstrassenleben sollen Gemeinden und Initiativen zum Nachmachen anregen! Darum hier nochmal für alle unsere Präsentation zum Nachblättern:

2) Am Tag zuvor hielt Sophie Thiel von Geht-Doch gemeinsam mit Roland Romano von der Radlobby einen gemeinsamen Vortrag in der Session 1.3 „Mit Superblocks das Gehen fördern – Einblicke in die Praxis“. Sie präsentierten dort den Vortrag mit dem Titel „Bridging the gap to Superblocks – Innovative Instrumente zur Prozesserleichterung“.

Das Superblock-Konzept gilt als ein vielversprechender Ansatz, um Einzelmaßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs quartierweise zu bündeln und umzusetzen. Im Vortrag wurden essenzielle Instrumente vorgestellt, mit denen NGOs wie die Radlobby und Geht-Doch die Lücke zur Etablierung von Superblocks schließen können:

  1. Fachwissen und Datengrundlagen: Die Bereitstellung konkreter Erkenntnisse aus Forschungsprojekten wie SUPERBE ist wichtig, um Gebiete mit guter Eignung als Superblock mittels GIS-Analysen zu identifizieren. Dazu gehört auch die umfassende Toolbox Trans|formator:in als Wissensdatenbank zur Beschleunigung der Transformation von Straßen und Plätzen.
  2. Standards und Umsetzung: Es wurden die drei Ausbaustufen – Mindest-, Regel- und Goldstandard – für eine leichtere Implementierung vorgestellt. Der Regelstandard sieht beispielsweise die Umnutzung eines Teils der ehemaligen Kfz-Flächen für blau-grüne Infrastruktur sowie Fuß- und Radverkehr vor.
  3. Mobilisierung und Netzwerke: Die Session hob die Bedeutung von Petitionen und Unterschriftenlisten hervor, um Unterstützer*innen gezielt zu mobilisieren. Das Superblock-Konzept kann zudem Gemeinden bei der Zielerreichung in mehreren Dimensionen der SDGs unterstützen, weshalb Bündnisse verschiedener Sektoren die Umsetzung erleichtern.

Zum Abschluss dieser zwei Tage lobte die Moderatorin vom ORF Steiermark diesen wunderbaren ersten „Fußball-Gipfel“ (Freudscher Versprecher), was ihr jede Menge Lacher einbrachte. Fußball gespielt wurde tatsächlich nicht, aber für zukünftiges Sponsoring sollten wir es dort versuchen!

Was haben wir vom 1. österreichweiten Fußverkehrsgipfel „mitgenommen“?

Fußverkehr muss gezählt werden“
nur so gibts valide Daten, um aufzuzeigen, wie die Verteilung von Fortbewegungsarten tatsächlich ist.

– besser und schneller mit temporären Maßnahmen (Stichwort Tactical Urbanism!) Veränderungen bewirken

Tempo30 kann leichter verordnet werden
Und soll insbesondere vor Kindergärten, Schulen, Altersheimen, Freizeiteinrichtungen als Maximalgeschwindikeit eingerichtet werden, da dort die Verkehrs-Sicherheit an oberster Stelle stehen muss. Leider hat es sich noch nicht zu allen Sachverständigen durchgesprochen.

Autofreie Schulvorplätze sind so viel mehr als „nur“ autobefreit
Sie sind gelebte Integration – von allen Menschen.

– der internationale Tag des Zu Fuß Gehens wird im kommenden Jahr am 27. April 2026 begangen

– der nächste österreichweite FussRadVerkehrsGipfel findet von 9.-11.September 2026 statt

„Gemma Autofrei“ am Mozartplatz

Dank der Bücherei Wieden, Agendgruppe Wieden und geht-doch gibt es dieses Jahr wieder eine grandiose Bespielung des Mozartplatzes.
Lasst euch das nicht entgehen. Kommt einfach – für Kleine und Große Leute.

Und unterschreibt unsere Petition: Autofreier Mozartplatz.

Das war das Grätzlfest „Miteinander Bewegt“ am Mozartplatz im Mai 2024:

  1. wurde der Platz „gesund“ genutzt – mit Kinderturnen, dem Zorbingball, einem grünen Parcoursteppich statt Asphalt, eine mobile Radwerkstatt – Danke – Radhaus!, eine kleine „essbare Stadt“ angelegt – zu den Palmen wurden weitere Töpfe mit Kräutern bepflanzt und die SchüerlInnen der Mittelschule Schäffergasse brachten Selbstgebackenes mit.
  2. Finden wir, dass der Platz sich absolut gut „autofrei“ machen würde – darum haben wir mit Anrainer:innen und unseren Partnervereinen eine Petition aufgesetzt: bitte unterschreibt hier: https://petitionen.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=7a07eb63dd3e4898a78a7551827c0fa4
  3. Gab es zum Abschluss ein Freiluftkino unterm Dach mit dem Cycle Cinema Club. Alle durften abwechselnd Strom mit den Rädern erstrampeln, um gleichzeit den Film „But Beautiful“ sehen zu können. Was für eine tolle, sinnvolle Tätigkeit. 🙂
  4. Freuen wir uns, im Juni nochmals am Mozartplatz zu sein!

Danke an Eva Billisich für deine Lesung – hier ihr Text:

Kognitive Dissonanz 2020

Grad in Zeiten so wie diesen
–  kurz sei hier darauf verwiesen –
kommts trotz breiter Akzeptanz
zu kognitiver Dissonanz.
Die Leute ham zwar Disziplin
in unserm schönen alten Wien,
dennoch gewinnt sie an Prägnanz,
die kognitive Dissonanz.

Bei vielen Instruktionen täglich
schwirrn die Köpf’ ja schon unsäglich.
Müd macht auch manche Redundanz
in diesem Info-Rattenschwanz.
Zum Glück nimmt man’s auch mit Humor.
Nur ein poa schrein laut im Chor:
„Da ist viel zu viel Ignoranz!
Wachts auf! Kapierts net die Brisanz?“

Es san doch alle informiert,
dass si’s privat goa net rentiert 
so a Belehrungsfirlefanz
– damit verdienst kan Lorbeerkranz
  und gehst a in ka Resonanz.
Natürlich bleibt beim Ernst der Lage
immer noch manch offne Frage.
Von Nickelsdorf bis nach Frastanz
beweisn wir dennoch Konstanz
bleibn brav zu Haus, haltn Distanz
– trotz kognitiver Dissonanz.

Es plagn sich die grauen Zellen
Jo, wie benutzt ma s’ auf die schnelle/n?
Bemüht folgend dem Vorschlag Kants:
– Hab Mut, bedien dich des Verstands!

aus Salon Helga www.billisich.at

Barrierefreiheit in Wien

Geht-doch Aktivisten begehen den 2.Bezirk gemeinsam mit dem Verein bizeps und testen die Barrierefreiheit.

Barrierefreiheit heißt:

  • für 10% unentbehrlich
  • Für 40% notwendig
  • Für 100% nutzbar + komfortabel

Seit 2006 gibt es ein Gesetz zur Barrierefreiheit – mit einer Übergangsfrist bis 2016!

Wichtig für Barrierefreiheit sind:

  • Breitere Gehsteige – mit Mindestmaßen nach ÖNORM, heißt 2Meter Mindestbreite.
  • Keine Hindernisse auf Gehsteigen (keine Scooter, keine an Hausmauer versperrten Fahrräder)
  • 3cm Gehsteigabsenkungen (für Rollstuhl noch möglich, für Blindenstock ertastbar)
  • Ca 70-80% der Gehsteige sind bereits barrierefrei.
  • Blindenleitsysteme sollen nach ÖNORM 50cm von Hindernissen entfernt geführt sein (in der Realität oft nicht)
  • Notwendigkeit nach kurzen Querungsmöglichkeiten
  • Gut berollbare Bodenbeläge
  • Benötigt werden Sitzgelegenheiten, mit Armlehnen für leichteres Aufstehen
  • Menschen im Rollstuhl haben eine andere Perspektive, sie benötigen Informationen auf Blickhöhe von 1m (z.b. Notrufstellen)

Probleme für Barrierefreiheit:

  • Nicht gut abgesicherte Baustellen
  • Gefälle der Gehsteige zur Straße hin ist zu groß
  • Farbe des Blindenleitsystems ist farblich zu wenig kontrastiert (MA28)
  • Akustische Ampelsignale sind von 22-6Uhr abgeschaltet (und nicht überall vorhanden)
  • Ampelschaltungen
  • Rot-gelbe Ampeln für Öffis, die zusätzlich zur Fußgängerampel eingeschaltet werden können, aber nicht mit dieser gleichgeschaltet sind (für Blinde nicht erkennbar).
  • z.B. der Zweirichtungs Radhighway auf der Praterstraße + Lassallestraße.

Danke an Cornelia Scheuer von bizeps (Verein für selbstbestimmtes Leben) und Wolfgang Kremser (Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs) für diese wichtigen Inputs bei unserem März-Jourfixe.

#wohnstrassenleben am 6. Tag der Wohnstraßen

Gemeinsam mit den 20er*innen haben wir am 6. Tag der Wohnstraßen, dem internationalen Parking Day, die Othmargasse im 20. Bezirk bespielt, bewohnt, belebt. Gleichzeitig ist sie eine der gefährlichsten Wohnstraßen Wiens. Die Straße wird generell mit viel zu hohem Tempo befahren. Statt der gebotenen Schrittgeschwindigkeit wird mit 30-40km/h zu- und abgefahren. Das ist viel zu viel.

1.Begehung der Leopoldstadt

Wie gut lässt es sich im Grätzl gehen?
Wo ist mensch gut unterwegs, weil die Wege barrierefrei sind, weil es verkehrsberuhigt ist und begrünt? Wo sollte der Bezirk noch nachbessern?

Wie ist die Sicht der Dinge von Menschen die bewegungseingeschränkt sind?
Diese Fragen wollen wir in einer einstündigen Begehung thematisieren. Fotografisch festhalten, wo wir Negativbeispiele finden, Passant:innen befragen, wie gerne sie dort unterwegs sind und Verbesserungsvorschläge sammeln.

Die Schwachstellen werden wir an die Bezirkspolitik weitergeben, damit diese im Sinne der Zu Fuß Gehenden und Mobilitätseingeschränkten Personen verbessert werden. Kommen Sie mit!
#lassmichgehen!

1. Wiener Ampelwanderung

Heute fand die 1. Wiener Ampelwanderung auf der Wexstraße # Jägerstraße im 20.Bezirk statt. 
Wir weisen auf unmenschlich lange Ampelwartezeiten und unpackbar kurze Grünzeiten für Fußgänger:innen hin!

Rollen wir den Fußgänger:innen in Wien den roten Teppich aus!

Wir alle wünschen uns eine Stadt mit hoher Lebensqualität – diese zeigt sich am besten darin, wieviele Menschen gerne zu Fuß in ihr unterwegs sind. Darum müssen die Bedingungen fürs Zu Fuß Gehen noch verbessert werden.

Das funktioniert mit:
1. öfteren und längeren Grünphasen für die Fußgänger:innen.
2. Abschaffen von Bettelampeln (= Ampeln, die man drücken muss, um sich als Fußgänger:in anzumelden)
3. Querungsmöglichkeiten auf allen Seiten einer Kreuzung, damit das Zu Fuß Gehen direkt möglich ist – und keine Umwege zu gehen sind. 
4. Verkehrsberuhigung und Temporeduktion beim Kfz-Verkehr zulassen. 

Um den mühsamen Ist-Zustand darzustellen, fanden sich am Freitag AktivistInnen von geht-doch ein, um auf einer Kreuzung im 20. Bezirk die Kreuzung dreimal zu umrunden. 

“Anstrengender als auf einen Berg zu gehen!” befanden einige, andere fingen derweilen an sich die lange Wartezeit mit Stricken zu verkürzen, zwei andere schleppten sicherheitshalber den Sessel gleich mit. 

Das brisante an der Kreuzung Wexstraße / Jägerstraße ist, dass da morgens und nachmittags jede Menge Schüler:innen ins TGM pilgern – zeitweise deutlich mehr, als KFZ Verkehr – und dieser aber im Schnitt 5x soviel Zeit zur Verfügung hat, wie die Fußgänger:innen.